Finanzierung & Darlehen

Hausbank

4 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Kurz erklärt

Die Hausbank ist die Bank, bei der du dein Girokonto führst. Viele gehen für die Baufinanzierung automatisch dorthin – doch die Hausbank bietet nur ihre eigenen Konditionen an. Ein Vergleich mit anderen Banken zeigt, ob ihr Angebot wirklich zu den besten gehört.

Inhalt dieses Artikels
  1. Was ist eine Hausbank?
  2. Vorteile der Hausbank
  3. Nachteile der Hausbank
  4. Wie viel kann ein Vergleich bringen?
  5. Die Hausbank im Vergleich
  6. Anschlussfinanzierung: Hausbank oder Wechsel?
  7. Wann die Hausbank die beste Wahl sein kann
  8. Das Wichtigste auf einen Blick
  9. Häufige Fragen

Was ist eine Hausbank?

Als Hausbank bezeichnet man das Kreditinstitut, bei dem du dein Gehaltskonto führst und mit dem du die meisten Bankgeschäfte erledigst. Oft ist es eine Sparkasse, eine Volks- oder Raiffeisenbank oder eine große Privatbank. Die Beziehung besteht häufig seit Jahren – manchmal seit dem ersten Sparbuch.

Wenn es um die Baufinanzierung geht, ist der Gang zur Hausbank für viele der naheliegende erste Schritt. Das ist verständlich: Man kennt sich, die Bank kennt deine Kontobewegungen, und der Weg ist kurz.

Vorteile der Hausbank

  • Vertrautheit: Du kennst deine Ansprechpartner, und die Bank kennt deine finanzielle Situation.
  • Regionale Kenntnis: Regionale Banken kennen den lokalen Immobilienmarkt oft gut.
  • Weniger Unterlagen: Manche Nachweise liegen der Bank bereits vor.
  • Persönlicher Kontakt: Termine in der Filiale vor Ort.

Nachteile der Hausbank

  • Nur ein Angebot: Die Hausbank bietet ausschließlich ihre eigenen Produkte und Konditionen an.
  • Kein Marktvergleich: Ob das Angebot gut ist, lässt sich ohne Vergleich nicht beurteilen.
  • Eigene Richtlinien: Passt deine Situation nicht in die Richtlinien der Bank – etwa bei Selbstständigkeit, Elternzeit oder besonderen Objekten –, gibt es schnell eine Absage, obwohl andere Banken finanzieren würden.
  • Bequemlichkeitsfalle bei der Anschlussfinanzierung: Viele Kunden unterschreiben das Verlängerungsangebot der Hausbank, ohne zu vergleichen.

Wie viel kann ein Vergleich bringen?

Die Zinsunterschiede zwischen Banken sind oft größer, als viele denken. Schon 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte Unterschied bedeuten bei 300.000 Euro Darlehen und zehn Jahren Zinsbindung eine Ersparnis von mehreren tausend Euro. Hinzu kommen Unterschiede bei Sondertilgungen, Bereitstellungszinsen, Tilgungssatzwechsel und Bewertung der Immobilie.

Die Hausbank im Vergleich

Der beste Weg ist meist, das Angebot der Hausbank mit anderen zu vergleichen. Das kannst du selbst tun, indem du bei mehreren Banken Termine machst – was viel Zeit kostet und mehrere Kreditanfragen in der Schufa erzeugen kann. Oder du nutzt einen unabhängigen Baufinanzierungsvermittler, der viele Banken auf einen Blick vergleicht und die Hausbank dabei durchaus einbeziehen kann.

Unser Tipp
Bring das Angebot deiner Hausbank ruhig mit zu uns. Wir vergleichen es mit den Konditionen vieler regionaler und überregionaler Banken – und sagen dir ehrlich, wenn deine Hausbank vorne liegt. Wichtig ist nur, dass du die Entscheidung mit gutem Gefühl triffst.

Anschlussfinanzierung: Hausbank oder Wechsel?

Besonders bei der Anschlussfinanzierung lohnt sich der Blick über die Hausbank hinaus. Zum Ende der Zinsbindung kannst du ohne Vorfälligkeitsentschädigung wechseln. Die Kosten für die Übertragung der Grundschuld sind meist gering im Vergleich zu dem, was ein besserer Zins über zehn Jahre spart.

Wann die Hausbank die beste Wahl sein kann

Manchmal liegt die Hausbank im Vergleich vorn – etwa bei regionalen Objekten, die sie besonders gut kennt, oder bei Kunden mit langjähriger, guter Geschäftsbeziehung. Entscheidend ist der Vergleich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Hausbank bietet nur ihre eigenen Konditionen an.
  • Vertrautheit ist ein Vorteil, garantiert aber keinen guten Zins.
  • Ein Vergleich vieler Banken lohnt sich fast immer.
  • Besonders bei der Anschlussfinanzierung nicht einfach verlängern.

Häufige Fragen: Hausbank

Bekomme ich bei der Hausbank bessere Konditionen, weil ich Kunde bin?

Nicht automatisch. Manche Hausbanken machen treuen Kunden gute Angebote, andere nicht. Ob das Angebot wettbewerbsfähig ist, siehst du erst im Vergleich.

Muss ich mein Girokonto wechseln, wenn ich bei einer anderen Bank finanziere?

In den meisten Fällen nicht. Manche Banken verlangen für bestimmte Konditionen ein Konto, das ist aber eher die Ausnahme und steht dann im Angebot.

Ist eine regionale Bank schlechter als eine überregionale?

Nein. Regionale Sparkassen und Volksbanken sind oft sehr wettbewerbsfähig, besonders bei regionalen Objekten. Überregionale Banken sind in anderen Konstellationen stärker. Genau deshalb lohnt der Vergleich.

Fachlich geprüft von Yannick Roehl & Nick Zönnchen
Geschäftsführer der Deine Baufinanzierer GmbH, Eschweiler. Mehr über uns

Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Konditionen, Förderprogramme und gesetzliche Regelungen können sich ändern.

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