Immobilie, Bau & Bewertung

Eigenheim

Auch: Wohneigentum, selbst genutzte Immobilie

4 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Kurz erklärt

Als Eigenheim bezeichnet man eine Immobilie, die du selbst bewohnst – ob Haus oder Wohnung. Viele Förderprogramme sind an die Selbstnutzung gebunden. Für die Finanzierung zählen vor allem deine Haushaltsrechnung, dein Eigenkapital und eine langfristig tragbare Rate.

Inhalt dieses Artikels
  1. Was ist ein Eigenheim?
  2. Wie viel Eigenheim kannst du dir leisten?
  3. Diese Kosten kommen auf dich zu
  4. Der Weg zum Eigenheim in sechs Schritten
  5. Sicherheit für die ganze Familie
  6. Eigenheim und Altersvorsorge
  7. Das Wichtigste auf einen Blick
  8. Häufige Fragen

Was ist ein Eigenheim?

Ein Eigenheim ist eine Immobilie, die du selbst bewohnst – vom Einfamilienhaus mit Garten über die Doppelhaushälfte bis zur Eigentumswohnung. Für viele Menschen ist es die größte Investition ihres Lebens und gleichzeitig ein Stück Sicherheit: Keine Mieterhöhungen, kein Eigenbedarf des Vermieters, und im Alter wohnst du mietfrei.

Aus Sicht der Finanzierung unterscheidet sich das Eigenheim von einer Kapitalanlage: Es bringt keine Mieteinnahmen, die Rate muss vollständig aus deinem Einkommen getragen werden. Dafür gibt es spezielle Förderungen für selbst genutztes Wohneigentum.

Wie viel Eigenheim kannst du dir leisten?

Die wichtigste Frage stellst du dir am besten ganz am Anfang. Drei Faktoren entscheiden:

  1. Monatliche Belastung: Als Faustregel sollte die Rate etwa 35 bis 40 % deines Nettohaushaltseinkommens nicht überschreiten. Entscheidend ist aber, was nach allen Ausgaben tatsächlich übrig bleibt.
  2. Eigenkapital: Ideal ist, mindestens die Kaufnebenkosten selbst zu tragen.
  3. Laufzeit: Die Finanzierung sollte möglichst bis zum Ruhestand abbezahlt sein.

Diese Kosten kommen auf dich zu

Einmalig beim Kauf:

Laufend nach dem Kauf:

  • Kreditrate
  • Betriebskosten wie Grundsteuer, Wasser, Müll, Versicherungen
  • Energie für Heizung und Strom
  • Instandhaltungsrücklage bzw. Hausgeld bei Wohnungen

Der Weg zum Eigenheim in sechs Schritten

  1. Budget ermitteln – mit ehrlicher Haushaltsrechnung.
  2. Finanzierungsbestätigung einholen – für eine gezielte Suche und bessere Verhandlungsposition.
  3. Immobilie suchen und prüfen – Lage, Zustand, Unterlagen.
  4. Finanzierung vergleichen und abschließen – inklusive Förderungen.
  5. Notartermin – Kaufvertrag und Grundschuld.
  6. Übergabe und Einzug – nach Kaufpreiszahlung.

Unser Tipp
Starte mit dem Finanzierungsgespräch, bevor du dich in eine Immobilie verliebst. So weißt du, was realistisch ist, kannst bei einer Besichtigung schnell zusagen und sparst dir Enttäuschungen. Wir beraten dich persönlich in Eschweiler, in der Städteregion Aachen oder online.

Sicherheit für die ganze Familie

Ein Eigenheim ist eine langfristige Verpflichtung. Denke deshalb auch an die Absicherung: Eine Risikolebensversicherung schützt die Familie, falls ein Einkommen wegfällt. Eine lange Zinsbindung und ausreichende Rücklagen geben dir Ruhe, falls sich die Zinsen oder die Lebensumstände ändern.

Eigenheim und Altersvorsorge

Ein abbezahltes Eigenheim ist für viele ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge: Im Ruhestand fällt die Miete weg, und das monatliche Budget wird entlastet. Damit das aufgeht, sollte die Finanzierung möglichst bis zum Renteneintritt getilgt sein. Plane außerdem ein, dass im Alter Umbauten nötig werden können, etwa für Barrierefreiheit. Wer das früh mitdenkt, spart später Aufwand.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Eigenheim ist eine selbst genutzte Immobilie – Haus oder Wohnung.
  • Die Rate muss dauerhaft aus deinem Einkommen tragbar sein.
  • Kaufnebenkosten und laufende Kosten realistisch einplanen.
  • Förderprogramme für Selbstnutzer prüfen.

Häufige Fragen: Eigenheim

Mieten oder kaufen – was ist günstiger?

Das hängt von Kaufpreis, Zinsen, Mietniveau und deiner Lebensplanung ab. Langfristig spricht für das Eigenheim, dass du Vermögen aufbaust und im Alter mietfrei wohnst. Kurzfristig sind Kaufnebenkosten und Instandhaltung zu berücksichtigen.

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Empfohlen wird, mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital zu zahlen. Je mehr du einbringst, desto günstiger wird der Zins. Finanzierungen mit wenig Eigenkapital sind aber möglich.

Welche Förderungen gibt es für das Eigenheim?

Zum Beispiel das KfW-Wohneigentumsprogramm, Programme für Familien wie „Wohneigentum für Familien“ oder „Jung kauft Alt“ sowie Landesförderung der NRW.BANK. Ob du sie nutzen kannst, hängt von Einkommen, Kindern und Objekt ab.

Wie hoch sollte die Rate für das Eigenheim höchstens sein?

Als Orientierung gelten 35 bis 40 % des Nettohaushaltseinkommens. Wichtiger ist, dass nach allen Ausgaben ein ausreichender Puffer bleibt.

Gibt es Steuervorteile für das selbst genutzte Eigenheim?

Kaum. Zinsen sind bei Selbstnutzung nicht absetzbar. Ausnahmen gibt es etwa bei Denkmalimmobilien oder für Handwerkerleistungen und energetische Sanierungen.

Fachlich geprüft von Yannick Roehl & Nick Zönnchen
Geschäftsführer der Deine Baufinanzierer GmbH, Eschweiler. Mehr über uns

Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Konditionen, Förderprogramme und gesetzliche Regelungen können sich ändern.

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